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11.12.2025 -

Chancen für Gründende und Unternehmen: Jetzt Gründungswettbewerbe 2026 vormerken und bewerben

Einleitung

Das Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) ebnet Gründungspionieren und etablierten KMU den Weg zur Umsetzung innovativer Ideen. Jetzt hat der neue Förderaufruf begonnen! Und auch weitere Gründungs- und Innovationswettbewerbe gehen 2026 in die nächste Runde.

Symbolgrafik des Innovationsprogramms für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP)

© gettyimages/mustafahacalaki

First Mover finden – diese Mission hat die Jury des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) ins Leben gerufenen IGP in den kommenden Monaten. An Ideen ist alles gefragt, was Stadt und Land schöner und lebenswerter macht. „Geschäftsmodelle und Pionierlösungen für mehr Attraktivität, Wirtschaftskraft und Lebensqualität von Stadt und Land“, so lautet das Motto der aktuellen Ausschreibung. Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im BMWE, erläutert den Schwerpunkt: Unsere Städte und Regionen verändern sich – zum Teil rasant. Viele stehen vor der Frage: Wie steigern wir Lebensqualität und Wirtschaftskraft? Dafür brauchen wir frische Konzepte und mutige Ideen. Neue Wege bei Raumnutzung und -gestaltung, Nahversorgung, Mobilität oder regionalen Dienstleistungen.”

Gesucht werden marktorientierte, nichttechnische Innovationen aus den vielfältigsten Bereichen. Zum Beispiel:

  • Services und Konzepte für Co-Working und Co-Living
  • Ideen für die (Um-)Nutzung von Immobilien und Flächen
  • Projekte zur effizienteren und nachhaltigeren Nutzung regionaler Ressourcen
  • Innovationen im Bereich Smart-City und Smart-Village
  • Regionale Verwaltungstechnologie-Lösungen
  • Neue Organisationsmodelle für regionale Energie und Mobilität
  • Innovative Lösungen für die örtliche Versorgung (u.a. Gesundheit, Pflege, Betreuung)
  • Tourismusinnovationen

„Wir achten bei der Themensetzung immer besonders darauf, wo es viel Innovationspotenzial bei den IGP-Zielgruppen gibt, also innovativen, jungen, kleinen und mittleren Unternehmen, natürlich inklusive kreativen Gründenden”, erklärt Manuel Wirsing, zuständiger Referent für das IGP im BMWE. „Außerdem sollen die Themen neue Möglichkeiten für Zukunftsfelder eröffnen, die wirtschaftlich erfolgsversprechend und wichtig für unser Land sind. Beim aktuellen Schwerpunkt kommt das alles zusammen.”

Um die IGP-Förderung können sich junge, kleine und mittlere Unternehmen sowie kooperierende Forschungseinrichtungen bewerben. Entscheidend ist dabei nicht die Technik selbst, sondern der innovative Ansatz zur Lösung eines Problems. Dadurch eröffnet das Programm vielen unterschiedlichen Ideen eine Chance – von kreativwirtschaftlichen Konzepten über soziale Geschäftsmodelle bis hin zu neuen Plattform- und Organisationsformen.

StreamTourAR: Eigene Augmented-Reality-Erlebnisse gestalten

Zu den erfolgreichen Teilnehmenden vergangener Ausschreibungsrunden gehören Anne-Sophie Panzer und Stefan Marx vom Berliner Unternehmen ZAUBAR. Ihr Metier: Augmented Reality-Angebote, die den Besuch von Sehenswürdigkeiten zum immersiven Erlebnis machen. Ihr IGP-gefördertes Projekt StreamTourAR (AR = Augmented Reality) ermöglicht Museen, Kommunen und Tourismusverbänden, eigene AR-Erlebnisse selbst zu gestalten und online oder vor Ort bereitzustellen. Ein Beispiel ist Manderscheid in der Eifel: Dort können Besuchende per AR-Rollenspiel in die mittelalterliche Geschichte eintauchen und die Ruinen der Niederburg auf faszinierende Weise neu erleben.

AR-Pioniere mit beeindruckendem Wachstum

„Bei ZAUBAR sind wir Pioniere geworden, weil wir uns sehr früh – vor sechs Jahren – getraut haben, mit neuen Technologien und Augmented Reality zu arbeiten. Damit sind wir sofort auf Kunden losgegangen und einfach am Ball geblieben“, so Co-Gründer Stefan Marx. Heute arbeitet ZAUBAR mit mehr als 70 Organisationen zusammen. Das Unternehmen hat bereits an über 70 Orten in Europa mehr als 1,8 Millionen Menschen erreicht. Von fünf Mitarbeitenden zum Zeitpunkt der IGP-Antragstellung 2021 ist es auf über 20 Mitarbeitende gewachsen. Co-Gründerin Anne-Sophie Panzer erinnert sich: „Beim IGP hat uns gleich begeistert, wie einfach die Antragstellung online war, und auch, dass der Fokus nicht nur auf einer Lösung, sondern auch auf der Marktreife und dem Markteintritt lag.“

Jetzt ist die nächste Generation an Pionierinnen und Pionieren gefragt! Frische Ideen zur Attraktivitätssteigerung von Stadt und Land können bis zum am 5. Februar 2026 um 15.00 Uhr eingereicht werden. Dann endet die aktuelle IGP-Ausschreibung.

Alle Informationen: Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen

Weitere Wettbewerbe 2026

Neben dem IGP gibt es es für Gründende in Deutschland weitere, nicht nur über die Bundesregierung geförderte Wettbewerbe, die wegweisende Geschäftsideen stärken. Sie sind eine ideale Plattform, um kreative Ideen weiterzuentwickeln, Aufmerksamkeit zu gewinnen und den Weg in die Selbstständigkeit erfolgreich voranzuschreiten.

Deutscher Gründerpreis

Der Deutsche Gründerpreis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Gründende in Deutschland. Vom BMWE als Kooperationspartner unterstützt, würdigt er innovative Geschäftsideen, unternehmerisches Engagement und nachhaltige Geschäftsmodelle. Die Auszeichnung bietet nicht nur öffentliche Anerkennung, sondern auch ein starkes Netzwerk aus Fachleuten und Investoren. Dieses Netzwerk unterstützt Gründende auch bei weiteren Schritten. Der Deutsche Gründerpreis wird alljährlich im September verliehen.

Digitales Start-up des Jahres

Die Auszeichnung Digitales Start-up des Jahres ehrt erfolgreiche junge Unternehmen aus der digitalen Wirtschaft. Prämiert werden Gründungsteams, die dank Förderinstrumenten des BMWE in kurzer Zeit Fuß am Markt gefasst haben. Sie müssen innerhalb weniger Jahre einen Umsatz von mindestens 100.000 Euro erzielt haben. Die unabhängige Jury aus Wirtschaftsfachleuten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern würdigt innovative Ideen, überzeugende Geschäftsmodelle und das schnelle Wachstum der Start-ups.

Weitere Wettbewerbe von verschiedensten Initiatoren

Möchten Sie Ihr Glück lieber bei kleineren Ausschreibungen versuchen oder für einen spezifischen Schwerpunkt? Dann stehen Ihnen zahlreiche weitere Optionen zur Verfügung. In Deutschland und europaweit gibt es jede Menge Gründungswettbewerbe für die unterschiedlichsten Branchen und Regionen. Forschungseinrichtungen, Verbände oder Unternehmen loben beispielsweise Preise aus. Von Agrarwirtschaft über Medizintechnik bis hin zu Verwaltung ist für jeden etwas dabei. Halten Sie am besten in Ihren bevorzugten Netzwerken Ausschau nach den Bewerbungsstarts. Viel Erfolg!

Hotline 030-340 60 65 60 Für allgemeine Fragen
Montag bis Donnerstag: 8:00 - 18:00 Uhr
Freitag: 8:00 - 12:00 Uhr
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