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Unternehmen übernehmen: Finanzierung des Kaufpreises?

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Frage

Nach über 20 Jahren als angestellter Geschäftsführer im In- und Ausland habe ich einen Kontakt, um ein Unternehmen (mittelständig, 20 Mitarbeiter, Industrie, 2 Mio. Euro Umsatz, Gewinn beständig zwischen 10-15% nach Zahlung eines anständigen GF-Gehaltes) für ca. 2 Mio. Euro (inklusive Nebenkosten) zu erwerben. Mein Eigenkapital liegt zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Weitere Sicherheiten sind durch Hausfinanzierung nicht vorhanden. Ist so eine Finanzierung darstellbar? Ich lese öfter, dass es mindestens 30% EK braucht. Macht es Sinn, mit dem jetzigen Eigentümer über einen sukzessiven Kauf zu verhandeln, der sich zum Teil aus den in den nächsten Jahren zu erwirtschafteten Erträgen speist? Danke für Ihre Einschätzung!

Antwort

Aus unseren Erfahrungen sind 10-15% Eigenkapital völlig in Ordnung und ausreichend.

Es gibt derzeit spezielle Nachfolgekredite zu günstigen Konditionen über die Aufbaubanken bzw. die KfW, die Sie in Anspruch nehmen könnten. Im Folgenden finden Sie den Link zum Kreditprogramm der KfW: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Gr%C3%BCnden-Erweitern/Finanzierungsangebote/ERP-Gr%C3%BCnderkredit-Universell-(073_074_07_076)/#1

Weiterhin bieten selbst Hausbanken aktuell günstige Kredite an, um solche Übernahmen aus der Nachfolge zu ermöglichen.

Wenn der Verkäufer einem sukzessiven Kauf unterstützen würde, wäre das natürlich für Sie als Käufer eine faire Chance, denn somit wird dann das Risiko auf den Verkäufer verlagert. Denn sollte das Unternehmen nach dem Verkauf in eine Schieflage geraden, dann erhält der Verkäufer keine weiteren Raten. Vielleicht lässt sich auch ein Mittelweg vereinbaren, bei dem Sie eine Anzahlung leisten und Sie dann den Rest sukzessive zahlen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Quelle:
Christian Wewezow
Clockwise Consulting GmbH
Juni 2015

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