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Kein Eigenkapital: Unternehmen übernehmen?

Hinweis: Der BMWE-Infopool wird nicht mehr aktualisiert. Bitte beachten Sie, dass Fragen und Antworten aus den zurückliegenden Jahren gespeichert werden und sich rechtliche Voraussetzungen inzwischen geändert haben können. Den Zeitpunkt der Beantwortung einer Frage finden Sie am Ende eines Textblocks. Für Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt das BMWE keine Verantwortung. Die enthaltenen Informationen sind kein Ersatz für eine persönliche und individuelle Existenzgründungs-, Steuer- und/oder Rechtsberatung. Wir bieten Ihnen ausschließlich eine erste Orientierung, welche Aspekte im Falle einer Existenzgründung zu beachten sind.

Frage

Ich habe den Maschinenbautechniker gerade mit 45 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Da ich in einer strukturschwachen Region Deutschlands wohne, kam die Überlegung, das Haus zu verkaufen und in eine wirtschaftlich starke Region zu ziehen. Ich habe schon immer überlegt, mich selbständig zu machen, aber nie den Mut dazu gehabt. Durch meine Ausbildung zum Techniker änderte sich meine Sichtweise. Angedacht ist von einem Unternehmer in das "Handwerk" eines Chefs eingeführt zu werden, um anschließend als Existenzgründer den Betrieb erst einmal so weiterzuführen und dann auszubauen.

Ist es grundsätzlich möglich, ohne Eigenkapital in ein bestehendes, erfolgreiches Unternehmen als Existenzgründer einzusteigen und nachzufolgen? Wie könnte eine Förderung aussehen?

Antwort

Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten, die bei einer Existenzgründung in Frage kommen. Förderungen für Investitionen erfolgen in der Regel in Form von Darlehen. Für Sie können die Förderprogramme der KfW in Frage kommen. Welches Förderprogramm geeignet ist, hängt u.a. von Ihrem Finanzierungsbedarf ab.

Liegt Ihr Finanzierungsbedarf bei maximal 100.000 Euro, so besteht für Sie die Möglichkeit, den ERP-Gründerkredit - StartGeld, als Darlehen der KfW zu beantragen. Gefördert werden können alle Formen der Existenzgründung, also Errichtung, Übernahme eines Unternehmens und Erwerb einer tätigen Beteiligung sowie Festigungsmaßnahmen innerhalb von drei Jahren nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit. Es können bis zu 100% des Gesamtfinanzierungsbedarfs mit maximal 100.000 Euro gefördert werden. Dieses Darlehen richtet sich auch an Existenzgründer mit wenig oder keinem Eigenkapital. Anträge sind bei der jeweiligen Hausbank zu stellen. Diese leitet die Anträge weiter an die KfW Bankengruppe. Die Bank prüft Ihre Bonität, das Geschäftskonzept, Ihre fachliche Qualifikation sowie Ihre Produkt- und Branchenkenntnisse. Eine Kombination mit anderen KfW- oder ERP-Programmen ist nicht möglich. Liegt Ihr Finanzierungsbedarf eventuell über 100.000 Euro, so können Sie gegebenenfalls den ERP-Gründerkredit - Universell nutzen. Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.kfw.de oder an der Hotline der KfW unter Telefon 0800 5399001.

Neben den Förderprogrammen des Bundes können auch für Sie die Förderprogramme Ihres Bundeslandes Rheinland-Pfalz in Frage kommen. Informationen hierzu erhalten Sie bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz: isb.rlp.de

Informationen und Ansprechpartner vor Ort zum Thema Unternehmensnachfolge erhalten Sie auch über folgende Internetseite: www.nexxt-change.org/

Quelle: Ines Zemke
Infotelefon zu Mittelstand und Existenzgründung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Tel.: 030-340 60 65 60 - Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 20:00 Uhr - Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr
September 2015

Tipps der Redaktion:

Hotline 030-340 60 65 60 Für allgemeine Fragen
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