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Betrieb des Vaters übernehmen: Voraussetzungen?

Hinweis: Der BMWE-Infopool wird nicht mehr aktualisiert. Bitte beachten Sie, dass Fragen und Antworten aus den zurückliegenden Jahren gespeichert werden und sich rechtliche Voraussetzungen inzwischen geändert haben können. Den Zeitpunkt der Beantwortung einer Frage finden Sie am Ende eines Textblocks. Für Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt das BMWE keine Verantwortung. Die enthaltenen Informationen sind kein Ersatz für eine persönliche und individuelle Existenzgründungs-, Steuer- und/oder Rechtsberatung. Wir bieten Ihnen ausschließlich eine erste Orientierung, welche Aspekte im Falle einer Existenzgründung zu beachten sind.

Frage

Ich bin seit vier Jahren Vermessungsingenieur (B. Sc.) und arbeite in einem mittelständischen Unternehmen als Projekt- und Abteilungsleiter. Da ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen bin, überlege ich, mich beruflich zu verändern. Mein Vater hat ein kleines Bauunternehmen (Hochbau). Da er in ca. acht Jahren in den Ruhestand geht und die Firma nicht einfach so verkaufen möchte, hatten wir die Idee, dass ich in die Firma einsteige und diese später übernehme. Meine Frage wäre, ob dies überhaupt mit meiner Ausbildung möglich ist bzw. welche Voraussetzungen ich erfüllen muss, damit ich die Firma später übernehmen kann.

Antwort

Besondere fachliche Voraussetzungen für die Gründung eines Bauunternehmens sind für Sie als Vermessungsingenieur nicht gegeben. Ohne den Zugang zu öffentlichen Aufträgen ist diese Feststellung jedoch praxisfern. Beachten Sie deshalb bitte unbedingt die Anforderungen für die "Präqualifizierung von Bauunternehmen (PQ)": www.bmvbs.de (www).

Für spezielle Anforderungen wie Tragwerksplanung und statische Berechnungen werden Sie für Ihr Unternehmen entweder die unmittelbare Beteiligung eines Bauingenieurs oder Architekten benötigen oder diese Leistung extern beschaffen müssen. Eine Kooperation zum "Einkauf" bestimmter Arbeiten ist rechtlich auch im Rahmen zeitlich befristeter Zusammenarbeit möglich (z.B. ARGE). Sie müssten diese Möglichkeit allerdings ständig verfügbar haben, um am Markt entsprechend präsent zu sein.

Quelle:
Dr. Willi Oberlander
Diplom-Betriebswirt (FH)
Geschäftsführer
Institut für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg e.V. (IFB)
Januar 2014

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