Antwort
Es ist davon auszugehen, dass Sie schriftlich oder mündlich einen bestimmten Betrag vereinbart haben. Motto: „Für meine Leistung xxxx berechne ich 1.000,00 Euro“.
Wenn Sie bislang Ihre Rechnungen dem obigen Motto folgend ausgestellt haben, ab 1.1.2020 diese Leistung jedoch mit 1.000,00 Euro + 19% USt. = 1.190,00 Euro in Rechnung stellen, werden viele Rechnungsempfänger diese nicht bemängeln, da Ihre Kosten, wie Sie sehr richtig feststellen, sich nicht geändert haben.
Rechtlich jedoch ist der Sachverhalt anders zu beurteilen. Der Rechnungsempfänger kann sich darauf berufen, dass der vereinbarte Betrag die Umsatzsteuer beinhaltet.
Ich empfehle Ihnen daher, rechtzeitig vor dem 1.1.2020 ein Schreiben an Ihre Kunden zu versenden, wonach alle Ihre Rechnungen ab dem 1.1.2020 mit der vereinbarten Vergütung ZUZÜGLICH Umsatzsteuer erstellt werden müssen. Um sicherzugehen, sollten Sie die Kunden bitten, den Zugang des Schreibens zu bestätigen und den Inhalt zu akzeptieren.
Quelle: Dipl. Oec. Dr. J.R. Lüders
Wirtschaftsprüfer - Steuerberater - Rechtsbeistand
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November 2019
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