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Rechtsform mit geringem Risiko?

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Frage

Ich möchte gerne mit möglichst geringem Eigenrisiko ein Unternehmen aufbauen mit ca. einem Angestellten und 4 bis 5 450-Euro-Jobbern. Selber bin ich Dipl.-Ingenieur. Welche Rechtsform sollte ich wählen? e.K. oder Mini-GmbH?

Antwort

Wenn es darum geht, eine Firma mit einem möglichst geringen Eigenrisiko aufzubauen, spielt sehr oft die Frage der Haftung eine große Rolle. Darunter versteht man die Schadensersatzpflicht für ein fehlerhaftes und schuldhaftes Handeln. Hier kann sich dann die Frage stellen, ob der Verantwortliche nicht nur mit dem betrieblichen Vermögen, sondern auch mit dem Privatvermögen haftet.

Agiert man in diesem Zusammenhang als eingetragener Kaufmann, so würden im Falle einer Schadensersatzpflicht in der Tat beide Haftungsmassen, betrieblich und privat, haften. Reicht beispielsweise das vorhandene Vermögen der betrieblichen Unternehmung nicht aus, hätten die Gläubiger die Möglichkeit, auf das Privatvermögen Rückgriff zu nehmen. Abgesehen von ein paar Ausnahmefällen ist das bei der Unternehmergesellschaft, kurz UG, oder der GmbH anders. Diese juristischen Personen des Privatrechts ermöglichen eine Begrenzung der Haftung auf das betriebliche Vermögen. Das Privatvermögen bliebe im Falle einer Schadensersatzpflicht außen vor. Sowohl bei der UG als auch der GmbH sind dafür aber Betriebsvermögen zu bilden.

Wenn es Ihnen also darauf ankommt, das Risiko einer Haftung so weit wie möglich zu reduzieren, dann ist sicher die UG oder die GmbH die richtige Wahl.

Quelle: Thomas R. M. Sachse
Rechtsanwalt
Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz
Corporate Brand Manager (BAW)
Intellectual Property Manager
Mitglied der Rechtsanwaltskammer München
Juli 2015

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