Antwort
Sie müssen nicht zwingend eine Akademie oder Ähnliches für Ihr Vorhaben gründen. Welche Form Sie wählen, hängt von der konkreten Zielsetzung Ihres Vorhabens ab und damit unter anderem auch von der Größenordnung. Wenn es Ihnen „nur“ darum geht, dass Ihre Räumlichkeiten besser genutzt sind und Sie deshalb ab und an Fortbildungen anbieten, reicht die Verbuchung als Fortbildungseinnahmen, wenn Sie selbst lehren und dem Beruf angehören. Sprechen Sie Ihren Buchhalter oder Steuerberater darauf an.
Bieten Sie für andere Berufsgruppen, die zu den Freien Berufen gehören, Fortbildungen an, derer Sie selbst nicht angehören, wird die Tätigkeit gewerblich und ist unbedingt buchhalterisch von der Praxis zu trennen, um diese nicht mit der Gewerblichkeit zu „infizieren“.
Selbiges gilt, wenn die Fortbildungsangebote von anderen als Ihnen selbst durchgeführt werden.
Wollen Sie hingegen ein richtiges zweites Standbein aufbauen, lohnt ein Blick in Richtung Akademie oder gar Privatschule.
Auf Grund der Komplexität in letzterem Fall ist es zu empfehlen, sich von einem Unternehmensberater mit Erfahrung in dem Bereich begleiten zu lassen.
Quelle:Christine Donner
Geschäftsführender Vorstand
Bundesverband für Ergotherapeuten in Deutschland BED e.V.
April 2019
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