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07.08.2026 -

Gründungsreport: Gründungsinteresse steigt, Frauen gründen häufig

Einleitung

Das Interesse an der beruflichen Selbstständigkeit steigt in Deutschland wieder spürbar. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) führen mehr Beratungen und verzeichnen eine höhere Nachfrage nach Infos rund um die eigene Firma. Das zeigt der neue DIHK-Report Unternehmensgründung 2026.

Eine Frau steht am Flipchart in einem Konferenzraum. Davor sitzen zwei Frauen und ein Mann mit Laptops an einem Tisch.

© iStock/alvarez

Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten

Eine immer größere Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz. Nach Einschätzung der IHKs erleichtern KI-Anwendungen den Zugang zur Selbstständigkeit und ermöglichen neue Geschäftsmodelle. Bereits heute nutzen viele Gründungsinteressierte KI bei der Entwicklung von Geschäftsideen oder der Erstellung von Businessplänen. Damit entwickelt sich die Technologie zunehmend zu einem wichtigen Innovations- und Wachstumstreiber für die deutsche Gründungslandschaft.

Auch technologieorientierte Gründungen profitieren. Neue Geschäftschancen für Start-ups und junge Unternehmen entstehen vor allem in Zukunftsfeldern wie:

  • Künstliche Intelligenz und Robotik
  • Sensorik und Kommunikationstechnik
  • Digitale Sicherheitslösungen

44 Prozent der Beratungen: Frauen gründen weiterhin häufig

Ein weiterer positiver Trend zeigt sich beim weiblichen Unternehmertum. Mit einem Anteil von 44 Prozent bleibt der Frauenanteil in den IHK-Gründungsberatungen auf einem historisch hohen Niveau. Während Unternehmensgründungen von Frauen vor gut zwei Jahrzehnten noch deutlich seltener waren, hat sich ihre Präsenz in der Gründungslandschaft kontinuierlich erhöht. Der langfristige Aufwärtstrend zeigt, dass Unternehmertum für Frauen zunehmend selbstverständlich geworden ist.

Gute Ideen brauchen gute Rahmenbedingungen

Die steigende Zahl der Gründungsinteressierten ist ein positives Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dennoch macht der DIHK-Report deutlich, dass viele angehende Unternehmerinnen und Unternehmer weiterhin vor Herausforderungen stehen: Vor allem bürokratische Anforderungen, komplexe Verwaltungsverfahren und steuerliche Regelungen werden von Gründenden als Hemmnisse wahrgenommen.

Zugleich beobachten die IHKs, dass einige Geschäftskonzepte noch stärker so vorbereitet werden müssen, dass sie wirtschaftlich funktionieren können. Dafür braucht es mehr Information, Beratung und Qualifizierung. Die große Zahl der IHK-Beratungsgespräche zeigt jedoch, dass die Angebote bereits intensiv genutzt werden.

Fazit

Insgesamt sendet der DIHK-Report ein klares Signal: Das Interesse am Unternehmertum wächst. Neue Technologien, der Wunsch nach beruflicher Selbstbestimmung sowie die zunehmende Beteiligung von Frauen sorgen für frische Impulse in der deutschen Gründungslandschaft. Damit aus Gründungsideen erfolgreiche Unternehmen werden können, sind verlässliche und gründungsfreundliche Rahmenbedingungen erforderlich.

Über den DIHK-Report Unternehmensgründung

Der DIHK-Report Unternehmensgründung erscheint einmal im Jahr. Er analysiert, wie sich Gründungen in Industrie, Handel und Dienstleistung entwickeln. Der Bericht stützt sich auf zwei Säulen:

  • Die Praxiserfahrung von rund 350 Gründungsberaterinnen und Gründungsberatern aus den 79 IHKs (Auswertung von rund 200.000 Kontakten aus dem IHK-Gründungsservice).
  • Befragungen von Gründerinnen und Gründern sowie Start-ups und jungen Unternehmen zu den Bedingungen in Deutschland.

Das Ziel des Reports: Trends und Hürden aufzeigen und Empfehlungen an die Politik formulieren.

Zum DIHK-Report Unternehmensgründung 2026

Hotline 030-340 60 65 60 Für allgemeine Fragen
Montag bis Donnerstag: 8:00 - 18:00 Uhr
Freitag: 8:00 - 12:00 Uhr
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